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Bereich Verkehr

Mobil - aber bitte klimafreundlich

Durch einen Verzicht auf das Auto kann man sehr viel Treibhausgase einsparen. In Köln bestehen zahlreiche Alternativen zum Automobil, die noch dazu günstiger sind, wenn man die gesamten Kosten betrachtet: Bus, Bahn, Fahrrad, zu Fuß.

Das Privatauto erzeugt im Durchschnitt 1,56 Tonnen CO2 pro Bürger und Jahr. Die durchschnittlichen CO2-Emissionen des deutschen Automobilbestandes liegen zur Zeit bei 171 Gramm CO2 pro Kilometer. Die Emissionen eines Kleinwagens liegen heirbei rund ein Drittel unter dem Schnitt. Bus und Bahnverkehr liegen jetzt bei nur 0,11 Tonnen pro Kopf und Jahr (entsprechend einem Ausstoß von 70 Gramm pro Personenkilometer). Öffentlicher Verkehr emittiert also weniger als die Hälfte dessen, was ein Privatfahrzeug ausstößt. Dazu kommen dann noch die Verkehrstoten, der Feinstaub und der Lärm. Dagegen stehen Flexibilität, Komfort und die Symbolik.

Wer auf das Auto nicht vollständig verzichten kann, kann doch einiges tun, um den Schaden zu begrenzen: 40% der Fahrleistungen mit dem Auto erfolgen auf Strecken von weniger als 5 Kilometern. Beim Kaltstart ist der Verbrauch noch einmal doppelt so hoch. Hier ist der Umstieg auf das Fahrrad besonders vorteilhaft für die Umwelt.

Auf der Autobahn verbraucht ein Auto bei 150 km/Stunde doppelt so viel als bei 100 km/Stunde.

Kleinere Investitionen ergeben sich durch den Umstieg auf alternative Treibstoffe, wie z.B Erdgas, Autogas, oder auch eingeschränkt Biotreibstoffe.

Beim Neukauf eines Wagens sollte man verstärkt auch auf den Benzinverbrauch und die CO2-Emissionen achten. Hierbei kann man auch ein Elektro- bzw. ein Hybridfahrzeug in Betracht ziehen. Weitere umfassende Informationen gibt es auf www.koeln-faehrt-alternativ.de.

Flugverkehr

Die durch den Flugverkehr verursachten Emissionen betragen in Deutschland 0,85 Tonnen CO2-Äquivalent pro Person und Jahr.

Die modernen Düsenmaschinen emittieren 133 Gramm CO2 pro Personenkilometer aus der Verbrennung von Kerosin. Dies geschieht auf großer Höhe, und zusammen mit dem Wasserdampf (den Kondensstreifen) und den Stickoxiden entsteht ein um den Faktor 2,7 verstärkter Klimaeffekt. Das ergibt 360 Gramm CO2-Äquivalent pro Personenkilometer.

Ein Flug nach Mallorca und zurück macht 0,72 Tonnen. Thailand: 6,5 Tonnen. Neuseeland: 14,2 Tonnen. Eine Flugreise sollte vor diesem Hintergrund gut überlegt sein.

Bleibt noch der "Ablasshandel" für den Notfall. Mit 20 Euro pro Tonne CO2 lassen sich z.B. in Indien dieselbefeuerte Großküchen auf Solarbetrieb umstellen, und so die durch den Flug verursachten Emissionen "ausgleichen".

Verschiedene Organisationen, wie beispielsweise atmosfair.de, bieten die Möglichkeit, durch eine dem Flug entsprechende "CO2-Spende", diese Projekte zu unterstützen.

Gefördert durch die Stiftung Umwelt und Entwicklung NRW